Kloppenheim

Unter der Regierung König Heinrichs des I. aus dem sächsischen Herzogshause wird Kloppenheim zum ersten Male in einer Schenkungsurkunde genannt, wodurch Grundstücke in Kloppenheim von einem Alwin und seiner Frau Ada an das Stift der heiligen Ursula in Köln geschenkt wurden. Die Schenkungsurkunde ist in lateinischer Sprache abgefaßt, geschrieben von dem Prebyter und Kanzler Heribert und datiert von Worms 927, 12. März. Auszüge der Urkunde in deutscher Übersetzung: „Dies aber ist ein Hof, gelegen im Königssondergau (Kunigssundre) in der Grafschaft des Grafen Eberhard in dem Dorf, Birgidesstat (Bierstadt) genannt, mit verschiedenen Häusern, mit Zinsland, Wiesen, Feldern, Wäldern, Weiden, Quellen und deren Abläufen, Wegen und Nebenwegen, Aus- und Eingängen... und allen Dingen, die zu diesem Hof rechtmäßig und gesetzlich gehören mit 30 Mansen und ebensovielen Leibeigenen beiderlei Geschlechts, die darin wohnen... Es liegen aber selbst 30 Mansen in den oben bezeichneten Orten in vorgenanntem Dorf Birgidesstadt (Bierstadt), außer dem Zinsland, in Clopheim 4, in Ersinesheim (Erbenheim) 4, in Wichara (Wicker) 4 außer dazugehörigem Land der Kirche, die dort steht, von welcher in den einzelnen Jahren zur Steuer 15 Solidi (Goldstücke) zu bezahlen sind. Geschrieben am 12. März von dem Presbyter und Kanzler Heribert und gegeben im Jahre der Menschwerdung des Herrn 927 im neunten Jahre des wahrhaft ruhmreichen König Heinrich. Öffentlich geschehen in der Stadt Worms glücklich im Namen des Herrn. Amen.
Die zweitälteste Urkunde, Kloppenheim betreffend, stammt aus dem Jahr 1076. In diesem Jahr vermachte Graf Drutwin dem Kloster Bleidenstadt sechs Mark in Clopheim und einen Wald mit anliegenden Äckern daselbst zum Begräbnis und zur Seelenmese seines Vaters Dudo.